Sie hießen die Feinde willkommen
Maruka, Tochter eines Taino-Häuptlings, muss miterleben, wie Fremde ihr Dorf überfallen, alle Hütten niederbrennen, morden und die Frauen entführen. Die Männer ihres Volkes waren auf einer Nachbarinsel und konnten die Frauen und Kinder nicht beschützen.
Auch Marukas Mutter wird verschleppt und Maruka konnte ihr nicht helfen. Sie will versuchen, ihre Mutter zu befreien. Eines Tages kommen weiße Männer in großen Booten in ihr Dorf. Sie sehen anders aus als die Taino und werden von diesen als Gesandten der Götter verehrt. Nur Maruka traut den Männern nicht. Doch niemand will ihr glauben, dass die Fremden nichts Gutes im Sinn haben. Die weißen Männer wollen nur das Gold der Wilden und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Sie zwingen das Urvolk zur Sklaverei und beuten es aus. Am Ende ruht die Zukunft des Volkes in den Händen von Maruka. - Eine bewegende Geschichte über die Entdeckung Lateinamerikas, über Schuld, Verzeihen und Vergeben. Empfehlenswert. (Übers.: Alexandra Ernst)
Pia Jäger
rezensiert für den Borromäusverein.

Sie hießen die Feinde willkommen
Valerie Bloom
S. Fischer (2011)
Fischer-Schatzinsel
382 S.
fest geb.