Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Nach einer Knochenmarktransplantation darf der an Leukämie erkrankte Zac wochenlang das Krankenzimmer nicht verlassen. Zac, der mit aller Kraft an seine Überlebenschance glaubt, zählt die Tage bis zu seiner Entlassung. Mia, die Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe eines Tages ins Nachbarzimmer einzieht, will dagegen ihre Krebsdiagnose nicht wahrhaben. Sie hadert mit ihrem Schicksal und verzweifelt an der notwendigen Teilamputation ihres Beines, auch wenn sie dadurch eine fast sichere Heilungsaussicht hat. Nur sehr zögerlich, erst durch Klopfzeichen an der Wand, später über Facebook nehmen die beiden jungen Leute Kontakt auf. Mia kann mit Zacs unerschütterlich scheinendem Optimismus zunächst wenig anfangen. Schließlich bringt aber gerade seine lebensbejahende Unterstützung Mia dazu, ihr durch die Krankheit verändertes Leben zu akzeptieren. Doch dann bricht Zacs Leukämie erneut aus. - Schon wieder ein Krebsbuch mit jugendlichen Protagonisten, werden viele sagen und versucht sein, den Roman der australischen Autorin mit John Greens "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" zu vergleichen. Als Greens Roman zum Bestseller wurde, hat A. J. Betts wohl länger gezögert, ob sie ihr Manuskript beenden sollte. Zum Glück hat sie den Roman zu Ende erzählt, denn es ist eine ziemlich unvergessliche Geschichte über Hoffnung und Mut, Hoffnungslosigkeit und Selbstaufgabe angesichts einer existentiellen Lebenskrise. Wechselnd aus Zacs und Mias Perspektive geschrieben, zeigt die nie rührselige Geschichte auf sehr glaubwürdige Weise, was menschliche Zuwendung und ehrliches Verständnis bewirken können.

Angelika Rockenbach

Angelika Rockenbach

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

A. J. Betts
Fischer KJB (2014)

331 S.
fest geb.

MedienNr.: 406010
ISBN 978-3-596-85661-9
9783596856619
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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