Barrakuda

Als der aus einfachen Verhältnissen stammende Daniel Kelly ein Stipendium für ein Elite-College erhält, scheint seine Zukunft gesichert. Er ist ein hervorragender Schwimmer und das College hat einen guten Ruf, was die sportliche Barrakuda Ausbildung betrifft. Doch Daniel fühlt sich von seinen "stinkreichen" Mitschülern ausgegrenzt. Umso mehr will er der Beste sein, der Stärkste. Die Olympiade in Sydney 2000 ist sein großes Ziel. Als er die ersten Schwimmwettbewerbe verliert, schlägt sein Ehrgeiz jedoch in Hass um. Erst als Daniel eine Gefängnisstrafe wegen Körperverletzung absitzen muss, findet er langsam zu sich selbst. Es sind die Bücher, die er im Gefängnis zu lesen beginnt, und es ist die Stille, die aus 'Barrakuda', wie man ihn immer genannt hat, einen Menschen machen, der sich um andere kümmert, um Unfallopfer mit einer 'erworbenen Hirnschädigung'. Tsiolkas' Figuren sind Charaktere mit einer Geschichte, mit Verletzungen, Träumen und Hoffnungen. Durch die Vor- und Rückgriffe im Plot werden die Brüche noch deutlicher, werden die einzelnen Teile zum Mosaik menschlicher Beziehungen, die einfühlsamer nicht gezeichnet werden könnten. Ein ehrliches und berührendes Buch. (Übers.: Barbara Heller)

Thomas Oberholthaus

Thomas Oberholthaus

rezensiert für den Borromäusverein.

Barrakuda

Barrakuda

Christos Tsiolkas
Klett-Cotta (2014)

467 S.
fest geb.

MedienNr.: 398447
ISBN 978-3-608-98013-4
9783608980134
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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