Paul

Es ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Ich-Erzähler Paul (17) ist sauer, weil seine Mutter eine WLAN-Sperre verhängt hat. Also vertreibt er sich die Zeit im Park. Paul teilt die anderen Jugendlichen dort in zwei Gruppen Paul ein, in die der Gewinner, der "Coolen" mit reichen Eltern und "großer Fresse", und die der Verlierer, der "uncoolen Spackos" und Streber. Er selbst sieht sich irgendwo dazwischen, bleibt wortkarg und beobachtet lieber. Dass Marko ihn anspricht, nervt ihn eher. Und als sich Ida, die Neue, neben ihn setzt und locker mit ihm plaudert, ist er überrascht und beeindruckt. Sie beginnen eine Internet-Freundschaft, denn Ida verbringt die Ferien auf Sizilien. Derweil organisiert Franzi bei ihm zuhause eine Party. Marko hilft am nächsten Tag beim Aufräumen. Und Paul kommt ins Grübeln, ob Freunde zu haben, doch keine so schlechte Sache sei. - In einem großen inneren Monolog lässt Paul seinen Eindrücken und Gefühlen freien Lauf. Das tut er in einer mitreißenden Staccato-Sprache im Jugendsound ("Hoffentlich findet sie mich jetzt nicht minus." - "... anti Konflikt. Geschworen."). - Juliane Baldy (Jg. 1985) hat mehrere Theatertexte veröffentlicht. Ihr erster Roman "Paul" ist eine großartige Geschichte über eine große Liebe und die Bedeutung von Freundschaft. - Lesenswert für alle, die Jugendsound nicht abturnt, sondern voll geil finden.

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Paul

Paul

Juliane Baldy
Frankfurter Verlagsanstalt (2020)

188 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 600737
ISBN 978-3-627-00272-5
9783627002725
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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