Lebenslust in unlustigen Zeiten

Müßiggang ist aller Laster Anfang, weiß der Volksmund - und liegt damit daneben. Denn ohne Zeiten der Muße können wir nicht regenerieren, verdorren Kreativität und Lebensfreude. Das wussten schon die alten Römer; Muße nannten Lebenslust in unlustigen Zeiten sie "otium", Arbeit "negotium". Sie definierten das Leben also von der Muße her, keinesfalls von der Arbeit. Doch scheint diese Lebensweisheit vielen Menschen abhandengekommen zu sein, soviel wie über "Burn-out" geklagt wird. Dabei hat heute fast jeder so viel Freizeit, dass er sich ab und an ein paar Mußestunden gönnen könnte. Und diese Zeiten zweckfreien Tuns sind unverzichtbar, betont Manfred Lütz, denn erst die Muße führe zu einer Aufnahmebereitschaft für das Schöne in der Welt, das sich bekanntlich in den kleinen Dingen des Lebens ereigne, im Lachen eines Kindes, in einer zufälligen Melodie aus dem Radio, in einer schönen Begegnung mit anderen Menschen. In solchen Momenten könne es dann sogar geschehen, dass das Göttliche den Menschen berührt. Über diese Berührung denkt Lütz nach und macht den Leserinnen und Lesern deutlich, worauf es im Leben ankommt - und vor allem, wie schön es sein kann, wenn wir uns bewusst darauf einlassen. In einer verständlichen, für jedermann zugänglichen Sprache ist es dem Autor gelungen, einen Weg für ein gelingendes Leben zu weisen.

Lebenslust in unlustigen Zeiten

Lebenslust in unlustigen Zeiten

Manfred Lütz
Pattloch (2010)

63 S. : zahlr. Ill.
fest geb.

MedienNr.: 565196
ISBN 978-3-629-02260-8
9783629022608
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa, Re
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Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: Sachbuch des Monats