Der Anfang von etwas Schönem

Amalia, Chesi und Gadi sind zusammen im Tel Aviver Stadtviertel Yad Elijahu aufgewachsen. Alle drei sind Kinder aus Familien, die den Holocaust überlebt haben. Ihre Lebenswege haben sehr unterschiedliche Richtungen genommen, und als Der Anfang von etwas Schönem die drei sich Jahrzehnte später wieder treffen, wird klar, dass jeder auf seine Art noch immer unter den Folgen der Vergangenheit leidet. Gadi, der nach Amerika ausgewandert ist, kann trotz seiner Erfolge dort keine Zufriedenheit finden. Chesi hingegen ist besessen von der Idee, dass alle Juden wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehren müssen. Amalia, die selbstbewusste Radio-Moderatorin, die Tel Aviv nie verlassen hat, führt ein unstetes Leben, und als schließlich auch noch ihre letzte Hoffnung auf Liebe und Glück zerbricht, macht sie ihrem Leben ein Ende. - Lizzie Doron, die selbst in Yad Elijahu aufgewachsen ist, erzählt die zum Teil tragischen Geschichten nicht ohne Humor und mit viel Tiefsinn. Gerade die Zerrissenheit der sogenannten Zweiten Generation wird dadurch für den Leser nachvollziehbar und klar. Keine leichte, dafür aber eine umso aufschlussreichere Lektüre. (Übers.: Mirjam Pressler)

Susanne Holzapfel

Susanne Holzapfel

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Anfang von etwas Schönem

Der Anfang von etwas Schönem

Lizzie Doron
Jüdischer Verl. im Suhrkamp Verl. (2007)

257 S.
fest geb.

MedienNr.: 277222
ISBN 978-3-633-54227-7
9783633542277
ca. 8,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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