Das Ritual des Wassers

Inspector Unai Ayala befindet sich körperlich und seelisch in einer Ausnahmesituation. Nach einer Kopfschussverletzung ist er nicht mehr in der Lage zu sprechen und seine Freundin und Vorgesetzte Alba erwartet ein Kind, von dem sie Das Ritual des Wassers (noch) nicht weiß, wer der Vater ist. Deswegen ist er nur beschränkt einsatzfähig, als man in einem Bergtunnel eine weibliche Leiche findet, die offensichtlich nach einem alten keltischen Ritual, dem "dreifachen Tod", umgebracht wurde. Vitoria ist eine kleine Stadt, und so ist es nicht verwunderlich, dass Ayala die Tote kennt. Zunächst verrät er allerdings niemandem, dass er in seiner Jugend sehr eng mit ihr befreundet war. Er informiert seine alte Clique über den Tod der Comiczeichnerin und ahnt bald, dass gleich mehrere aus dem Kreis seiner engsten Freude Gründe gehabt haben könnten, die Frau zu töten ... - Für die Leser, die schon "Die Stille des Todes" (BP/mp 19/904) kennen, ist dieser zweite Band der baskischen Krimiautorin wie ein Nachhausekommen. Auch diesmal bindet Eva García Sáenz die reiche Tradition und die kulturellen Eigenheiten ihrer Heimat in das Geschehen ein. Die Schilderung des Familienlebens des Inspectors ist ihr wieder besonders emphatisch gelungen und endlich erfährt man, woher sein Spitzname "Kraken" stammt. Dem brutalen Fall, den er zu lösen hat, liegt eine furchtbare Familientragödie zugrunde, die das Team schließlich ans Licht bringen kann. Man wartet gespannt auf den nächsten Teil.

Susanne Steufmehl

Susanne Steufmehl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Ritual des Wassers

Das Ritual des Wassers

Eva García Sáenz ; aus dem Spanischen von Alice Jakubeit
Scherz (2019)

Inspector Ayala ermittelt ; 2
541 Seiten : Karten
kt.

MedienNr.: 922524
ISBN 978-3-651-02584-4
9783651025844
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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