Den letzten Gang serviert der Tod

Kommissar Jennerwein ist bei den oberbayerischen Regionalkrimis mittlerweile bereits Kult. Man merkt bei seinen Krimis, dass Jörg Maurer in Garmisch-Partenkirchen daheim ist. Immer wieder kommt die spezielle Eigenheit der Bewohner Den letzten Gang serviert der Tod durch, denen der Autor recht genau auf den "Mund schaut". Der Kommissar ist, wie bei allen Krimis dieser Reihe, in der Lage, auch einmal "um die Ecke" zu denken und so der Lösung seiner Fälle näherzukommen. In diesem Band werden die Leser in eine Restaurantküche geführt, die in Abständen von einem Kochclub gemietet wird, um dort ein Feinschmeckermenü zuzubereiten und natürlich auch zu verkosten. Die Mitglieder des Hobby-Kochclubs gehörten nur der besseren Gesellschaft an. Der Koch, der die Suppe zubereitete, beugte sich gerade über den Topf, als er plötzlich von hinten her mit dem Kopf in die simmernde Brühe getaucht wurde, bis er starb. Das bleibt aber nicht der einzige Mord. Jennerwein, der diesen Fall klären muss, stellt fest, dass er immer mehr Mordmotive findet. Nach und nach sortiert er das Wesentliche heraus und lässt das Unwesentliche zur Seite. Der Roman verliert von der ersten bis zur letzten Seite nicht an Spannung und die Einbettung in das alpenländische Umfeld ist ein extra "Bonbon". Für alle Krimifans ist das Buch wieder ein Hochgenuss, wie schon seine 12 Vorgänger.

Gerd Fleder

Gerd Fleder

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Den letzten Gang serviert der Tod

Den letzten Gang serviert der Tod

Jörg Maurer
Scherz (2020)

410 Seiten : Illustrationen
kt.

MedienNr.: 957023
ISBN 978-3-651-02589-9
9783651025899
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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