Kilimandscharo zweimeteracht

Kilimandscharo, ein 2,08 Meter großer Afrikaner wird Anfang des 20. Jh. als Träger für eine österreichische Expedition durch Uganda angeworben. Er hofft auf ein besseres Leben, gerät aber in die Hölle "rassenkundlicher Forschungen": Kilimandscharo zweimeteracht Er wird wie ein Tier behandelt und ist - wie alle anderen Träger auch - den perversen gewalttätigen Launen und sexuellen Neigungen der Forscher schonungslos ausgesetzt. Schließlich wird er mit nach Wien genommen, in Lederhosen gesteckt und wie ein Zooobjekt ausgestellt. Als er daran zerbricht, wird er wieder zurückgeschickt und von seinem Stamm umgebracht. - Eine bissige Satire, die sehr ironisch und äußerst distanziert erzählt wird, die karikierte Parallelen zu historischen Fakten aufweist. Die in diesem Buch vorgestellte Geisteshaltung scheint der Nährboden für den späteren Naziterror zu sein. Trotz der überspitzten Darstellung ein wichtiges Buch für jene Leser, die sich der sprachlichen und inhaltlichen Darstellung des teilweise perversen Verhaltens stellen wollen.

Kilimandscharo zweimeteracht

Kilimandscharo zweimeteracht

Max Blaeulich
Residenz-Verl. (2005)

255 S.
fest geb.

MedienNr.: 241183
ISBN 978-3-7017-1424-7
9783701714247
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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