Der Goldfisch ist unschuldig

Henris Papa leidet an einer Depression, er liegt seit Wochen bewegungslos auf der Couch und starrt die Wand oder auch das Goldfischglas an, welches Henri in einer Mischung aus Hilflosigkeit und Zorn aus dem Fenster wirft (vgl. Titel). Der Goldfisch ist unschuldig Weder die Mutter noch Henri wissen sich zu helfen, sind verzweifelt und zornig zugleich. Weihnachten steht vor der Tür und Henri glaubt, sein Papa wird sich freuen und vielleicht wieder gesund werden, wenn sein Bruder, dessen Foto er oft betrachtet, zu Besuch käme und sie alle gemeinsam Weihnachten feiern würden. So lädt er selbst den Onkel ein, kauft von seinem eigenen Geld sogar ein Flugticket von Hamburg nach Wien. Wie enttäuscht ist er, als er erfährt, dass der Onkel sowieso nach Wien kommt, allerdings nur, um seine neue Freundin zu besuchen. Und es kommt noch schlimmer: der Sohn dieser Freundin ist Maximilian, Henris ärgster Feind, der ihn und seine Mitschüler terrorisiert. Mit allen möglichen Tricks gelingt es Henri, ein gemeinsames Weihnachtsfest zu arrangieren. Dieses endet freilich in einem Desaster. Aber am Ende überwindet der Vater die Depression. - Auch wenn dieses positive Ende nicht so recht überzeugt, ist der jungen Autorin ein einfühlsames und spannendes Jugendbuch gelungen, das vor allem Jungen gefallen wird.

Helmer Passon

Helmer Passon

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Goldfisch ist unschuldig

Der Goldfisch ist unschuldig

Tanja Fabsits
Tyrolia-Verl. (2018)

169 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 595408
ISBN 978-3-7022-3699-1
9783702236991
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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