Nils geht

Da sind die "fürchterlichen Vier" - Rasmus, Jo, Fadi und Mila - in der Klasse. Und da ist Nils, ihr bevorzugtes Opfer. Und Sara, die Nils seit Kindertagen kennt und neben ihm wohnt, aber am liebsten nichts mehr mit diesem Nils geht Nerd zu tun haben möchte. Täglich wird Nils auf unterschiedliche Weise von den vier Mitschülern gequält. Die Lehrer sind überfordert oder schauen einfach weg. Als Nils Mila Nachhilfe in Mathe geben soll, kommt es zu einer vorsichtigen Annäherung zwischen den beiden Jugendlichen. Doch das bleibt von den drei männlichen Tätern nicht ungestraft. In größter Not rächt Nils sich mit einer Messerattacke und anschließender Flucht - da müssen das Lehrpersonal, die Polizei und die alleinerziehende Mutter endlich handeln. Und scheinbar kommt es zu einem guten Ende. - Lesenswertes Jugendbuch zum Thema Mobbing, das in Form von polizeilichen Verhörprotokollen und einem chronologischen Erzählstrang das Verhalten der Klassengemeinschaft beleuchtet. Der Leser ahnt dadurch von Anfang an, dass etwas Schlimmes mit Nils passieren wird. Das hält die Spannung bis zum Schluss. Mit seinen nur 140 Seiten als Klassenlektüre zum Thema Mobbing durchaus geeignet, wenn auch die Lehrkörper und die Schulleitung zu negativ dargestellt werden. Denn Mobbingintervention ist an vielen deutschen Schulen mittlerweile fest verankert.

Karin Steinfeld-Bartelt

Karin Steinfeld-Bartelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Nils geht

Nils geht

Gabi Kreslehner
Tyrolia-Verlag (2020)

139 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 600785
ISBN 978-3-7022-3843-8
9783702238438
ca. 16,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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