Die neue Omi

Finis neue Omi ist fast wie ein Wunder, weil die Ärzte im Krankenhaus sagen, dass es "ein Wunder ist, dass sie wieder aufgewacht ist", erzählt Fini Agatha. Agatha kommt jetzt jeden Tag, um sich ein paar Stunden um Omi zu Die neue Omi kümmern. Denn Fini und ihre Mama haben das allein nicht so recht geschafft. Und allein, auch wenn es Fini schwer fällt, das einzusehen, kann die Omi nicht mehr auf sich aufpassen. Aber das macht nichts, denn Fini darf Agatha helfen, die Omi zu frisieren. Und anders als früher, als die Omi Finis Frisur immer bemängelte, haben sie jetzt viel Spaß dabei, wenn Fini die Omi kämmt. In historischen Fotografien nachempfundenen, ganz in braun-weiß gehaltenen Zeichnungen und mit wenig Text in kurzen, kindgerechten Sätze greifen die Autorinnen das schwierige Thema Verwirrtheit und Demenz auf. Dabei kommen sie ganz ohne Erklärtexte aus, stellen die Situation ausschließlich aus der Sicht des Kindes dar, das die neue Omi genauso liebt wie die alte. Eine Sicht, die betroffenen Erwachsenen schwerfällt, aber sehr genau die Unbefangenheit trifft, mit der Kindergartenkinder mit dem Thema und vor allem mit den betroffenen Menschen umgehen. Beim Betrachten mit älteren Kindern sollte man sich allerdings auf entsprechende Nachfragen gefasst machen. Empfehlenswert.

Traudl Baumeister

Traudl Baumeister

rezensiert für den Borromäusverein.

Die neue Omi

Die neue Omi

Elisabeth Steinkellner ; Michael Roher
Jungbrunnen (2011)

[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 344422
ISBN 978-3-7026-5826-7
9783702658267
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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