Wundersuche

Bei dem ehemalige Snowboardprofi und Reisejournalist wird ein Gehirntumor entdeckt. Seine Ärzte in Österreich empfehlen eine Operation, Bruckner jedoch begibt sich zu Wunderheilern aller Art, zuerst in der näheren Umgebung und dann Wundersuche in der ganzen Welt, auf den Philippinen, in Brasilien und Afrika. Als nüchterner und nach Beweisen fragender Mensch besucht er Wunderheiler, die mit zum Teil obskuren Handlungen und scheinbar medialer Kraft Menschen in ihren Bann ziehe, Hoffnung vermitteln und z. T. auch heilen. Mit seinen Erlebnissen mit den Geistheilern überschreitet er sein bisheriges, westlich geprägtes intellektuelles Weltbild und macht Erfahrungen, die er so sachlich wie möglich zu beschreiben versucht, die aber kaum einzuordnen sind und die er als Gesunder nach eigener Einschätzung auch nie gemacht hätte. Religion spielt für Bruckner nur eine untergeordnete Rolle, aber der zentrale Begriff ist die Hoffnung. - Das Buch beschreibt eine Art Selbstexperiment mit Geistheilern in der ganzen Welt. Ihr Wirken versucht Bruckner kritisch zu hinterfragen - und gelangt dabei an die Grenzen des mit dem Verstand erfassbaren. Sein Bericht könnte Grundlage für interessante Diskussionen über Glaube, Hoffnung und die Grenzen des menschlichen Verstandes sein. Für an religiösen und mystischen Fragen interessierte Leser*innen sehr interessant.

Ruth Titz-Weider

Ruth Titz-Weider

rezensiert für den Borromäusverein.

Wundersuche

Wundersuche

Thomas Bruckner
Picus (2018)

255 S.
fest geb.

MedienNr.: 903829
ISBN 978-3-7117-2067-2
9783711720672
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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