Geh weg, Herr Berg!

Das ist doch wirklich nicht zu fassen: Da wird man als Berg Millionen von Jahre alt, überlebt unterschiedlichste Wetterverhältnisse und seltsamste Erdbewohner und plötzlich steht da ein kleines Mädchen und bittet, man solle aus Geh weg, Herr Berg! dem Weg gehen. Hallo? Man ist schließlich nicht irgendein Berg. Man ist der "große Herr Berg" - und kann sich folglich nicht bewegen. Aber das Mädchen namens Lily lässt einfach nicht locker. Im Gegenteil, die Abwehrversuche von Herrn Berg mittels Regenschauer, Wirbelsturm oder Schneefall scheinen sie zunächst auch noch zu erfreuen. Unbeirrt und immer ungehaltener fordert Lily: "Geh weg, Herr Berg!" Als letzten Ausweg setzt Herr Berg Lily einfach mit seiner felsigen Hand auf seine Spitze und siehe da ... - Klein gegen groß. Francesca Sanna erzählt von einem ziemlich selbstbewussten Mädchen, das sich auch von einer solch gewaltigen Autorität wie einem Berg nicht davon abhalten lässt, neugierig in die Welt zu ziehen. Und letztlich profitiert davon auch Herr Berg. In flächigen Illustrationen fängt sie Mimik und Gestik ihrer beiden Hauptfiguren ein. Wütend oder verärgert ist hier am Ende niemand mehr.

Anna Winkler-Benders

Anna Winkler-Benders

rezensiert für den Borromäusverein.

Geh weg, Herr Berg!

Geh weg, Herr Berg!

Francesca Sanna
Atlantis (2018)

[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 595974
ISBN 978-3-7152-0754-4
9783715207544
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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