Die Inka

Das Reich der Inkas war bei Weitem das größte seiner Art in ganz Amerika und entstand innerhalb weniger Jahrhunderte. Zu dieser Expansion trugen wesentlich ein schlagkräftiges Heer, eine effiziente Verwaltung und eine straff organisierte Die Inka Gesellschaft bei. Die daraus erwachsene hoch entwickelte Zivilisation konnte sich durchaus mit der Europas des 15./16. Jh. messen, auch wenn ihr scheinbar unverzichtbare Voraussetzungen fehlten. So kannten die Inkas weder Rad noch Wagen, es gab keine Schrift und auch Zahlungsmittel existierten nicht. Einer Handvoll spanischer Konquistadoren, getrieben von der Gier nach Gold, gelang es, den Gegner zu besiegen, die Schätze des Landes zu plündern, die indigene Kultur zu zerstören und die Bevölkerung zu versklaven bzw. durch eingeschleppte Krankheiten zu dezimieren. Von dieser Katastrophe haben sich Teile Südamerikas bis heute nicht erholt. Das Buch gewährt einen guten Überblick über die Geschichte des Inkareiches von der Vorzeit bis zum Untergang mit Ausblick in die folgende spanische Periode, bietet aber auch aufschlussreiche Einblicke in Religion, Gesellschaft und andere Bereiche dieser uns Heutigen teilweise fremdartig erscheinenden Kultur. Einige Karten und Zeichnungen eines indianischen Chronisten des 16. Jh. veranschaulichen den Inhalt. Eine Zeittafel und eine umfangreiche Bibliographie runden das sehr preisgünstige Werk ab, das bei Bedarf durchaus empfohlen werden kann.

Hans Jürgen Schubert

Hans Jürgen Schubert

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Inka

Die Inka

Ulrike Peters
Marix-Verl.

298 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 593344
ISBN 978-3-7374-1055-7
9783737410557
ca. 6,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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