Das Puppenhaus

Als Alice ein viktorianisches Puppenhaus erbt, ahnt sie nicht, dass dieses fortan in das Schicksal ihrer Familie eingreifen wird. Denn durch dessen Bewohner wird sie in das Haus gelockt und dort geschickt manipuliert. Doch auch in Das Puppenhaus der Vergangenheit hatte das (reale) Haus eine zerstörerische Macht. Nur mit viel Mut und Selbstaufgabe gelingt es der erwachsenen Alice und ihrer Tochter, den verhängnisvollen Fluch zu brechen. Zu dem Horror-Genre "Haunted House" gesellt sich hier also eine "Detective-and-Crime-Story", was die Handlungsstränge über die Epochen hinweg verkompliziert. Tatsächlich verheißt die Dramaturgie mit ihren Zeitsprüngen eine inhärente Logik, die der Leser mit Spannung verfolgt. Der verschachtelte Bau der Seiten arbeitet den Grusel-Effekten zu, doch zeigen sich bei aller Kleinteiligkeit leider viele zeichnerische Mängel. Die Stilmittel müssten perfekt sitzen, um beim Leser für subtile Grusel-Effekte zu sorgen. Stattdessen stellt sich ein Ekel-Gefühl ein, das die Lektüre belastet. Von Horror-Klassikern der Literatur und des Films haben wir gelernt, dass feine Wirk-Momente für "Suspense" sorgen, wovon dieses Buch zu weit entfernt ist, um es guten Gewissens empfehlen zu können.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Puppenhaus

Das Puppenhaus

Joe Hill ; M. R. Carey - Autor ; Peter Gross - Zeichner ; Gerlinde Althoff - Übersetzung
Panini Comics (2020)

Hill house comics
[unpaginiert] : farbig
kt.

MedienNr.: 602909
ISBN 978-3-7416-2013-3
9783741620133
ca. 19,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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