Verbotene Worte

Das Schäfermädchen Shae hat die Gabe, dass das, was sie stickt, Realität wird. Unter allen Umständen muss die Gabe geheim gehalten werden. Vor allem vor den Barden hat die junge Frau deswegen große Angst. Sie können als einzige Verbotene Worte mit ihren Worten Magie ausüben. Dann wird Shaes Mutter ermordet. Ihr wurde zum Verhängnis, dass sie Papier und Tinte besaß, was absolut verboten ist. Neben der Leiche liegt der Dolch eines Barden. Shae macht sich sofort auf, um im Hohen Haus, dem Aufenthaltsort Lord Cathals und der Barden, nach dem Mörder zu suchen. Allerdings weiß man dort von ihrer Gabe, tötet die junge Frau nicht, sondern stellt ihr einen Ausbilder zur Seite. Der bringt Shae auf die Spur des "Buchs der Tage", hinter dem Lord Cathal her ist. Könnte es sein, dass Shaes Gabe der Schlüssel dazu ist? - Das vielschichtige Fantasy-Debüt ist nicht aus einem Guss. Zwar gibt es manch unerwartete Wendung, die Unsicherheit, wer Freund und Feind ist, fesselt und auch die Idee, das Thema Fake-News einzuflechten, ist ungewöhnlich, überzeugt aber in seiner Ausarbeitung nicht unbedingt. Ein Personenverzeichnis fehlt. Das umwerfend attraktive Cover und ansprechende Verzierungen auf vielen Seiten werten das Buch auf. Eine Kann-, aber keine Musslektüre.

Martina Mattes

Martina Mattes

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Verbotene Worte

Verbotene Worte

Dylan Farrow ; aus dem Amerikanischen übersetzt von Alexandra Ernst
Loewe (2021)

Hush ; Band 1
414 Seiten : Illustrationen, Karten
fest geb.

MedienNr.: 973631
ISBN 978-3-7432-0516-1
9783743205161
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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