Nicht den Drachen wecken

Von Beginn an herrscht Hochspannung: das Drachenmädchen, endlich eingeschlafen, darf nicht geweckt werden! Dies wird sowohl typografisch (Hervorhebung wichtiger Ansagen, Ausrufe, Laute) als auch inhaltlich klar gemacht! Dennoch passieren Nicht den Drachen wecken Seite für Seite akustische Malheure, die lautmalerisch dargestellt werden: die Tür schlägt zu, der Koch lässt das Geschirr fallen, die Ritter feiern lautstark … jedes Mal ist die bange Frage, ob der Drache noch schläft? Das tut sie bis zu dem Zeitpunkt, als im Königreich Stille einkehrt und man glaubt, es sei geschafft: das Drachenmädchen erwacht! OH NEIN! Doch Mithilfe eines spontanen Wiegenliedes, kommt das Untier zur Ruhe; doch der/die kleine Leser/-in muss jetzt besonders leise sein und auch das Buch sehr vorsichtig schließen! Neben der (auch im Bild) sehr starken Ausdrucksgestaltung werden die Leser/-innen mit kleinen Anweisungen zum Mittun angehalten: vorsichtig umblättern, "Pst"" sagen, das Buch hin und her wiegen, mitsingen ... Dabei wird durchgehend eine hohe Spannung aufrechterhalten, gleichzeitig auch durch die übertriebene Darstellung viel Humor erzeugt; ein wirklich sehr gelungenes Buch für Einschlaf-Rituale, ein Buch, für das man voller Vorfreunde auf den Abend wartet! Allen Beständen empfohlen für Kinder ab 4 Jahren!

Birgit Karnbach

Birgit Karnbach

rezensiert für den Borromäusverein.

Nicht den Drachen wecken

Nicht den Drachen wecken

Bianca Schulze ; Samara Hardy ; Ann Lecker (Übersetzung)
Verlag Friedrich Oetinger (2021)

37 Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 603643
ISBN 978-3-7512-0009-7
9783751200097
ca. 13,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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