Ich lebe!

Talitha - David - Marie - drei Namen von Kindern, drei Schicksale, von denen in diesem Buch berichtet wird. Bei Talitha war während der Schwangerschaft ein Downsyndrom festgestellt worden. Die Ärzte sprachen das Thema Abtreibung Ich lebe! an, doch dazu waren die Eltern nicht bereit. Talitha wurde gesund geboren. David ist schwerstbehindert und Marie lag 15 Jahre im Wachkoma. Die beiden Autoren, als evangelische Theologen in der Bundespolitik aktiv, berichten von ihren Schicksalen und dem weiterer Kinder vor dem Hintergrund der Diskussion um ein angeblich lebensunwertes Dasein und um Sterbehilfe. Sie setzen sich mit Nachdruck für eine Gesellschaft ein, in der die Würde des einzelnen Menschen ein hohes schützenswertes Gut ist; besonders auch für die Schwächsten in der Gesellschaft, Kinder mit einer schweren oder lebensbedrohenden Behinderung. Die Geschichten der sechs Kinder gehen den Lesern/innen sehr nahe. Für die Familien dieser Kinder spielt der evangelisch-freikirchlich geprägte Glaube bei der Bewältigung des schwierigen Alltags oder der Lebenskrisen, zu denen in manchen Fällen schließlich auch der Tod eines schwerstbehindert Heranwachsenden gehörte, eine wichtige Rolle. Abschließend berichtet ein Pfleger von seinen Erfahrungen mit sterbenskranken Menschen in der Palliativ-Pflege. Und auch hier lautet das Fazit: Menschen wollen leben und es kommt wesentlich auf eine schmerzlindernde gute und menschliche, dem Einzelnen zugewandte Pflege an. - Ein Buch, das sehr gut in das Profil einer Katholischen öffentlichen Bücherei passt.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Ich lebe!

Ich lebe!

Frank Heinrich ; Uwe Heimowski
Neukirchener Aussaat (2016)

125 S.
fest geb.

MedienNr.: 585428
ISBN 978-3-7615-6301-4
9783761563014
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So, Re
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