Der Hirte

Auf einem einsamen Gehöft in der Nähe von Oslo werden mehrere Mitglieder einer christlichen Sekte brutal ermordet, die restlichen Mitglieder, darunter auch die Tochter einer berühmten Politikerin, sind verschwunden. Auf dem Gelände Der Hirte der Sekte befindet sich ein seltsames Labor, und auch die Killer, die den Anschlag auf die Sekte verübt haben, scheinen ein Geheimnis zu haben. Hauptkommissar Fredrik Beier ermittelt in einem schwierigen Umfeld: einerseits das große Interesse der Öffentlichkeit und der Druck durch die Politik, andererseits der interne Machtkampf im Polizeipräsidium. Auch Beier ist angeschlagen: seine Vergangenheit ist nicht unbelastet, was aber zunächst nur angedeutet wird. - Ingar Johnsrud lässt es in seinem Debüt krachen, eine hoch spannende Szene jagt die nächste, es explodiert, knallt und kracht, als hätte der Autor die Verfilmung schon fest eingeplant. Das Gute dabei: seine Schilderungen sind glaubwürdig, nichts wirkt aufgesetzt oder dramatisch nur um des Dramas willen. Die historische Hintergrundgeschichte, die in Erzählungen aus dem Norwegen 1943 den Plot immer wieder durchbricht, ist das Einzige, was ab und an etwas zu viel wirkt. Kurzum: ein beeindruckendes Debüt, für das der Autor zu Recht mit Preisen überhäuft wurde und das in jede Bücherei gehört. Fortsetzung folgt ... (Übers.: Daniela Stilzebach)

Michael Ziemons

Michael Ziemons

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Hirte

Der Hirte

Ingar Johnsrud
Blanvalet (2017)

510 S.
kt.

MedienNr.: 587957
ISBN 978-3-7645-0587-5
9783764505875
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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