Die schlaue Mama Sambona

Auf der Insel Ukerewe in Afrika schickt der Tod seinen Helfer, den Hasen, aus, um die betroffene Person zu suchen. Doch als der Hase im Dorf von Mama Sambona eintrifft, bekommt er es mit der Angst zu tun, als er von deren Jagdhunden Die schlaue Mama Sambona hört, und kehrt um. Nun muss sich der Tod selbst auf den Weg machen: Er trägt dabei einen schwarzen Anzug und Hut, hat aber Skelettfinger, woran er leicht zu erkennen ist. Mama Sambona hilft jedoch zur Zeit ihrer Nichte bei den Hausaufgaben, dabei darf man nicht gestört werden. Beim nächsten Besuch nach einer Woche hilft sie bei der Ernte, um die gleiche Nichte zu ernähren, da darf man auch nicht gestört werden. Und außerdem ist Mama Sabona sehr schlau. Tags darauf läßt Sie die Dorfbewohner ein Fest organisieren, auf dem alle tanzen - sogar der Besucher Tod, der dabei vergisst, wozu er eigentlich gekommen ist. Deshalb konnte Mama Sambona bis heute nicht zu ihren Ahnen gehen. Stattdessen liegt sie in ihrem roten Kleid auf einer karierten Decke am Strand, während der Tod auf dem Landungssteg sitzt und mit einem Strohhalm Seifenblasen macht. - Klug, lustig, aber dennoch respektvoll stellen Autor und Zeichner ganz hervorragend das in Europa stark tabuisierte Thema des Todes kindgerecht dar. Nur durch Lebensfreude und Hingabe für ihre Nichte gelingt es der alten Dame, den Tod zu überwinden und auf ihrer Insel weiterzuleben. Empfehlenswert.

Lili Aignesberger

Lili Aignesberger

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die schlaue Mama Sambona

Die schlaue Mama Sambona

Hermann Schulz (Text). Tobias Krejtschi (Ill.)
Hammer (2007)

[12] Bl. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 555751
ISBN 978-3-7795-0149-7
9783779501497
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 5
Systematik: KK
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