Aquila

Nika, eine deutsche Studentin in Siena, wacht auf und muss erkennen, dass sie an zwei ganze Tage keinerlei Erinnerungen hat. In ihrer Wohnung geschehen merkwürdige Dinge, vor allem fehlt ihre Mitbewohnerin. Zudem findet Nika einen Aquila von ihr beschriebenen Zettel mit unerklärlichen Notizen. Verängstigt sucht sie Zuflucht bei Stefano. Nika geht allen Anhaltspunkten nach, was in den zwei Tagen geschehen sein könnte. Die Polizei verdächtigt sie, als man die Mitbewohnerin tot in den Wasserkanälen der Stadt findet, denn es gibt Fingerspuren, die auf Nikas Anwesenheit hindeuten. Ganz langsam kann Nika den Zettelinhalt entschlüsseln und kommt dem wahren Ablauf nahe. - Sehr gekonnt baut die Autorin die Ausgangssituation der völligen Ahnungslosigkeit auf. Der Leser fühlt mit der Protagonistin und spürt deren Misstrauen und Verunsicherung intensiv. Nahezu automatisch begleitet er sie - mit derselben Anspannung, die sich in ihr breitgemacht hat. In der Rückschau ist der Plot in sich stimmig aufgebaut und alle Aktionen weiterer Beteiligter erklären sich logisch, auch wenn sie Nika zunächst mehr als verstört haben. - Empfehlenswert, auch für ältere Leser.

Pauline Lindner

Pauline Lindner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Aquila

Aquila

Ursula Poznanski
Loewe (2017)

424 S.
kt.

MedienNr.: 861855
ISBN 978-3-7855-8613-6
9783785586136
ca. 16,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 14
Systematik: J
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