Zu tot, um wahr zu sein

Das Jenseits ist wie das Diesseits, nur in Schwarzweiß. Verbindungsmann ist Scarry Harry (zuletzt: BP/mp 15/981), der die toten Seelen mit Schmetterlingsnetzen fangen und in Gurkengläsern abtransportieren muss. Seine irdischen Freunde Zu tot, um wahr zu sein Otto und Emily wollen Ottos Eltern aus dem Jenseitsgefängnis Qualcatraz freibekommen. Doch schon einige Folgen früher hat sich Darko, der Chef der Jenseits-Spione, dazwischengestellt. Nun bietet er ihnen Hinweise an, wo sie ihn auffinden können. Doch - nicht zuletzt wegen der Pizzasucht des Sensenmanns - verpassen sie die knappen Zeitfenster und sind am Ende des Buchs keinen Schritt weiter, außer dass sie Abstecher zum jenseitigen Big Ben und ins Jenseits-Rom mit seinen Klapperbinieri machen mussten. - Der achte Band der Reihe startet mitten im Geschehen; wer wer ist, wird erst nach einigen Kapiteln klar, so dass er nicht als Einstieg in die Serie geeignet ist. Da die Autorin nach eigenen Angaben neue Ideen in einem alten Spukhaus findet, ist damit zu rechnen, dass Scarry Harry noch ein paar Dienstjahre mehr als das heutige 524. durchstehen muss. Dazu erinnert die Struktur zumindest dieses Bandes an Dr. Kimble, der einst in Schwarzweiß 120 Fernsehfilme lang auf der Flucht war.

Pauline Lindner

Pauline Lindner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Zu tot, um wahr zu sein

Zu tot, um wahr zu sein

Sonja Kaiblinger ; mit Illustrationen von Fréderic Bertrand
Loewe (2019)

Scary Harry ; Band 8
232 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 914524
ISBN 978-3-7855-8908-3
9783785589083
ca. 12,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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