Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Als die Tiere des Waldes vor einem Waldbrand flüchten, entdeckt Mama Reh unter einem Busch einen kleinen Fuchs, der nach seiner Mama weint. Er ist noch zu klein, um allein leben zu können, aber keins der Waldtiere will sich um ihn kümmern. Mama Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte Reh hat Mitleid und nimmt ihn auf, zusätzlich zu ihren Kindern Langbein, Glanzfell und Vielpunkt, und trotz der Warnung: Fuchs bleibt Fuchs. Sie nennt ihn Blau-Auge, sucht für sie alle eine neue Bleibe und erklärt ihren Kindern, worauf sie Acht geben müssen: besonders auf den Wolf, die Zweifüßler und die Rundfüßler auf dem schwarzen Band. Blau-Auge bemüht sich sehr, wie ein Reh zu sein, doch er kann ja nicht einmal springen wie sie mit seinen kurzen Beinen, und seine Eltern vermisst er auch ganz schrecklich. Nur Vielpunkt wird ein guter Freund. Als ein kleines Mäusekind verschwindet, glauben die Tiere, Blau-Auge, habe es gefressen, und er muss seine Ersatzfamilie verlassen. Doch als es ihm gelingt, Langbein aus einer Falle zu befreien, ist er ein Held - der sogar seine Familie wiederfindet. - Kirsten Boie erzählt einfühlsam und humorvoll aus der Sicht der Tiere eine Geschichte über Vorurteile, Rechthaberei und Ablehnung - aber auch von Geborgenheit, Freundschaft und Mut. Barbara Scholz hat ihre bunten Illustrationen wunderbar dem Text angepasst. - Ein warmherziges Familienbuch zum Vorlesen und Selbstlesen ab acht Jahren.

Gudrun Eckl

Gudrun Eckl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Kirsten Boie. Mit Bildern von Barbara Scholz
Oetinger (2019)

187 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 910933
ISBN 978-3-7891-0953-9
9783789109539
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: KE
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