Gebannt - unter fremdem Himmel

Es war ein Fehler, dass sich Aria ausgerechnet Soren anvertraut hat, dem Sohn des Sicherheitskonsuls der Biosphäre Reverie. Doch nachdem ein Äthersturm, wie sie die Biosphären auf dem Planeten oft bedrohen, den Kontakt zu ihrer Gebannt - unter fremdem Himmel Mutter auf ihrer Forschungsreise unterbricht, verspricht sich Aria von Soren Hilfe. Der jedoch besteht auf einem Ausflug in den beschädigten Teil der Biosphäre, wo noch Natur und Wildnis herrschen und all die Technik und Kommunikationsmittel von Reverie nicht funktionieren. Schnell wird aus dem Ausflug bitterer Ernst, denn Soren bedrängt sie und es kommt zu einem schrecklichen Unfall, bei dem Aria nur dank der Hilfe des Barbaren Peregrine, eines Einwohners dieser Außenwelt, überlebt. Als sie, sicher zurück in Reverie, nun plötzlich für den Tod einer ihrer Begleiterinnen verantwortlich gemacht und in die Außenwelt verbannt wird, beschließt sie, auf eigene Faust ihre Mutter zu suchen. Erneut trifft sie dabei auf den Barbaren Peregrine. - Spannend entwirft die Autorin ein düsteres, aber fesselndes Bild einer Welt, in der die Menschen ausschließlich virtuelles Leben kennen. Die "Realität" ist nur mehr den Wilden und Barbaren vorbehalten. Glaubhaft und packend wird daher das Zusammentreffen der beiden so ungleichen Jugendlichen Aria und Peregrine geschildert, die sich nur sehr zögerlich aufeinander einlassen. Authentisch wirkt auch der Schock, den Aria angesichts der Welt ohne Technik erlebt, und ihre Angst vor tatsächlichen Gefahren, die sie bisher nicht kannte. Ein Buch, das Lust auf den zweiten Teil weckt und wegen der heutigen Technologisierung nachdenklich stimmt. (Übers.: Franca Fritz, Heinrich Koop)

Sonja Schmid

Sonja Schmid

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Gebannt - unter fremdem Himmel

Gebannt - unter fremdem Himmel

Veronica Rossi
Oetinger (2012)

428 S.
fest geb.

MedienNr.: 357963
ISBN 978-3-7891-4620-6
9783789146206
ca. 17,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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