Der verlorene Wackelzahn

In einem Kinderzimmer, in dem eine Siebenjährige (Anna) mit dem kleinen Bruder spielt, ist viel los: Die Barbiepuppen sehen genau wie die Stofftiere zu, wenn die beiden sich mit dem Piratenschwert bekämpfen, weil kleine Brüder immer Der verlorene Wackelzahn kämpfen wollen. Bald ist das ganze Zimmer ein einziges Chaos, und der Wackelzahn, den Anna der Zahnfee unters Kopfkissen legen wollte, ist unbemerkt ausgefallen und lässt sich zwischen Tuschewasser, Spielzeugautos, Pantoffeln und allerlei Krimskrams auch nicht wieder finden. Da kann nur noch Mama helfen, die mit den Kindern aufräumt und ihnen eine "Versöhnungspraline" anbietet. Und dann findet sich sogar noch der Wackelzahn! Alles ist wieder in Ordnung, äußerlich und innerlich, Happy End! Dies ist keine Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichte, sondern eine ganz alltägliche Geschichte mit ihren Ecken und Kanten, erzählt in der sehr realistischen Sprache Cornelia Funkes, die zwar die Sprache der Kinder ist, sie aber auch immer fordert. Kerstin Meyer hat mit leichtem Strich und Pastellfarben ein sehr lebendiges Kinderzimmer mit vielen Einzelheiten geschaffen, in dem die vorhandenen Puppen und Stofftiere das Geschehen beobachten, kommentieren, mitgestalten. Ein Bilderbuch für kleine Brüder und größere Schwestern, dessen Geschichte sich dem betrachtenden Kind auch sehr gut ohne Text erschließt, ist sie ihm ein Mal vorgelesen worden. Breit zu empfehlen.

Ulrike Erb-May

Ulrike Erb-May

rezensiert für den Borromäusverein.

Der verlorene Wackelzahn

Der verlorene Wackelzahn

Cornelia Funke. Mit Bildern von Kerstin Meyer
Oetinger (2008)

[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 286652
ISBN 978-3-7891-6513-9
9783789165139
ca. 12,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 5
Systematik: KK
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