"Ich bleibe zurück wie eine Gefangene"

Wer war eigentlich die Frau an der Seite des Preußenkönigs Friedrich des Großen? Wie kommt es, dass heute so wenig von ihr im Gedächtnis der Allgemeinheit geblieben ist? Immerhin war Königin Elisabeth Christine aus dem Hause Braunschweig-Bevern "Ich bleibe zurück wie eine Gefangene" die Cousine einer der mächtigsten Monarchinnen ihrer Zeit, der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, und die Tante der großen Anna Amalia, Herzogin von Weimar, die durch ihren viel gerühmten Musenhof das Interesse auf sich zog. Die renommierte Historikerin Karin Feuerstein-Praßer geht diesen Fragen nach und beschäftigt sich kenntnisreich mit dem Schicksal der ins Abseits gedrängten Königin. Wie viele fürstliche Ehen war auch die Heirat von Elisabeth Christine und dem jungen Kronprinzen Friedrich von Preußen eine arrangierte Ehe. Dennoch kann man im Falle Elisabeth Christines von Liebe auf den ersten Blick sprechen. Der junge Friedrich begegnete seiner Frau jedoch nur mit höflicher Gleichgültigkeit, die später umschlug in Geringschätzung und Missachtung. In den letzten Lebensjahren Friedrichs verkehrten die Eheleute meist nur noch schriftlich, sahen sich höchstens fünfmal im Jahr bei öffentlichen Anlässen. Doch trotz der zahllosen Demütigungen blieb Elisabeth Christine ihrem Mann gegenüber stets loyal und liebte ihn über den Tod hinaus.

Birgit Wölfl

Birgit Wölfl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

"Ich bleibe zurück wie eine Gefangene"

"Ich bleibe zurück wie eine Gefangene"

Karin Feuerstein-Praßer
Pustet (2011)

119 S. : zahlr. Ill.
kt.

MedienNr.: 351970
ISBN 978-3-7917-2366-2
9783791723662
ca. 12,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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