Grete, das Kamel

Eine schweigsame Kameldame namens Grete schlurft im Passgang durch die Wüstenwelt. Ihre Geschichte fordert zum Zuhören auf: hört in euch hinein, stellte euch etwas vor und kommt einfach mal zur Ruhe. Wie das gelingen kann? In der Grete, das Kamel Gebrauchsanweisung heißt es: schalte zurück, erzähle ganz, ganz langsam und gemessen, lege Pausen ein und scheue dich nicht, bisweilen zu gähnen oder zu seufzen. Unterwegs trifft die Kameldame Grete auf andere Wüstenbewohner, auf eine Maus, eine Eule, ein Beduinenkind, eine Termite, Flöhe und eine Sandkatze, zwei Fliegen und eine Laus. Sie alle erleben ihre eigenen Geschichten, während Grete im Passgang durch die Wüste 'kalinkert'. - Diese Art des Erzählens scheint hervorragend geeignet, Zuhörer und Erzähler in eine wenig bekannte Welt zu entführen und sie in eine besondere Stimmung zu versetzen. Dabei erleben sie alles andere als eine stinklangweilige Geschichte. Das Buch ist sparsam und eindrücklich illustriert und haptisch angenehm gestaltet. Es führt in Welten, die wir selten aus der Nähe betrachten oder gar erleben können. Kinder und Erwachsene können gleichermaßen ihren Spaß daran haben und (kalink-kalunk) zur Ruhe kommen. Empfehlenswert.

Christine Raeder

Christine Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Grete, das Kamel

Grete, das Kamel

Veronika Trubel. Ill. von Isabel Pin
Rauch (2019)

53 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 596365
ISBN 978-3-7920-0372-5
9783792003725
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KE
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