Keines natürlichen Todes

Zum Jahresende 1925 stirbt Agatha Dawson, eine 73-jährige, schwer krebskranke Frau überraschend schnell. Der Arzt hat am natürlichen Tod der Frau gewisse Zweifel, obduziert sie, kann aber keine andere Todesursache feststellen. Als Keines natürlichen Todes Lord Peter Wimsey davon erfährt, reizen ihn die Umstände dieses Falles. Zu viele Ungereimtheiten stellen den englischen Gentleman vor immer neue Rätsel. Miss Whittaker, die Großnichte und Alleinerbin der alten Dame scheint, obwohl man ihr nichts nachweisen kann, dennoch die Finger im Spiel gehabt zu haben. Die Sache wird immer verwickelter, als im Umfeld der Erbin weitere mysteriöse Todesfälle geschehen. Bei allen hat die Großnichte jedoch ein wasserdichtes Alibi. Da kommt Lord Wimsey ein Zufall zu Hilfe. Er findet heraus, dass ab Januar 1926 in England ein neues Erbrecht in Kraft tritt, nachdem, trotz bestehenden Testaments, auch etwaige andere Familienmitglieder erbberechtigt wären. Whittaker musste also schnell handeln, um diesem Umstand zuvorzukommen ... - Der dritte Fall für Lord Wimsey (zul. "Ein Toter zu wenig", BP/mp 20/665) besticht, wie die beiden vorangegangenen, wieder durch zahlreiche komplexe Verwicklungen und fordert nicht nur den adeligen Hobbykriminalisten, sondern selbstredend auch den Leser heraus. Für alle Büchereien geeignet.

Josef Schnurrer

Josef Schnurrer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Keines natürlichen Todes

Keines natürlichen Todes

Dorothy L. Sayers ; aus dem Englischen von Otto Bayer
Wunderlich (2021)

359 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 604891
ISBN 978-3-8052-0078-3
9783805200783
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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