Der König von Asien

Der Historiker Steffen Unger erklärt zunächst die Verhältnisse im wilden, aufstrebenden Makedonien und zeichnet dann ein Bild des ehrgeizigen jungen Alexander, der dem sagenhaften Helden Achilles nacheifert. Von der Eroberung Griechenlands Der König von Asien und den vielen Stationen des Feldzuges gegen König Dareius und den nicht endenden Kämpfen in Vorder- und Mittelasien erfährt der Leser in einer fortlaufenden Namen- und Faktenfülle. Unterbrochen wird diese nur durch sieben auch graphisch angenehm abgesetzte Sonderkapitel z.B. zur Geschichte des Herrscherhauses der Achäminiden, zur Struktur der makedonischen Armee, zum Gordischen Knoten oder zur Stadt Alexandria in Ägypten. Es fehlt auch nicht die Geschichte der Diadochen und das kräftig fortlebende Alexandermotiv in Kunst und Literatur. Steffen Unger zeigt den Wechsel zwischen rationalem und psychotischem Handeln als Kennzeichen Alexanders. Handlungsmotive sucht er mit Wahrscheinlichkeitsüberlegungen zu erklären. Steffen Unger versteht es, griffig zu formulieren. Auf die antiken Historiker geht er nur ganz kurz ein, auf wirtschaftliche Verhältnisse leider gar nicht. Fünf Karten zeigen Stadtpläne oder Schlachtskizzen, nur das Nachvollziehen des riesigen Alexanderzuges braucht eigentlich einen großen Geschichtsatlas. Ein schmaler Anhang mit einer Zeittafel, einer Zusammenstellung der antiken Quellen und weiterführender Literatur und einem Register rundet diese moderne Alexanderbiographie ab.

Bernhard Grabmeyer

Bernhard Grabmeyer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der König von Asien

Der König von Asien

Steffen Unger
von Zabern (2014)

192 S. : Kt.
fest geb.

MedienNr.: 579766
ISBN 978-3-8053-4821-8
9783805348218
ca. 12,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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