Das persische Café

7 Jahre nach ihrer Flucht vor der 78/79er Revolution im Irak, eröffnen 3 Schwestern ein Cafe in der irischen Provinz. Neben der Fremdenfeindlichkeit sind vor allem die Schrecken der Vergangenheit ein ständiger Schmerz. Außergewöhnliche Das persische Café persische Speisen schließlich bieten Trost sowie eine Möglichkeit zur ersten Kontaktaufnahme und öffnen den Schwestern mit der Zeit viele Herzen. Teilweise wirkt der Stil der Autorin, die als Kind mit ihren Eltern vor der Revolution floh, ein wenig fremd, an ihre Symbole und Metaphern muss man sich gewöhnen, wirken sie zuweilen deplaziert. Im Verlauf des Buches relativiert sich dies jedoch, besonders wenn die Erlebnisse im Irak beschrieben werden, gelingt ihr eine intensive und bewegende Schilderung. Die Rezepte zu Beginn jeden Kapitels sind sehr gut in das Geschehen eingefügt und regen zum Nachkochen an. Durch seine sympathischen und sehr menschlichen Protagonisten bietet der Roman ein positives Gegengewicht zu der angespannten Haltung Menschen aus dem Nahen Osten gegenüber. Ab mittleren Beständen geeignet. (Übers.: Gloria Ernst)

Das persische Café

Das persische Café

Marsha Mehran
Limes (2005)

287 S.
fest geb.

MedienNr.: 227609
ISBN 978-3-8090-2501-6
9783809025016
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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