Zum Frühstück ins Freie

Die 1860er und frühen 1870er Jahre in Paris waren nicht nur eine Zeit des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs, sondern auch die Entstehungszeit des Impressionismus. Die "gute alte Zeit" vertritt in Malstil, Bildthemen Zum Frühstück ins Freie und Auftreten der angesehene und wohlhabende Genre- und Historienmaler Ernest Meissonier (1815-1891). Als sein Antipode erscheint der knapp zwei Jahrzehnte jüngere Edouard Manet (1832-1883), ein "junger Wilder" und Kopf der antiakademischen Bewegung, der - durchaus noch an den Werken der alten Meister geschult - seinen eigenen Stil kreiert und auch mit seinen Sujets die Gesellschaft schockiert, besonders mit seinem den Buchtitel bildenden "Frühstück im Grünen/Freien" (1863), dessentwegen es beim Pariser Salon zum Eklat und zu einer Gegenveranstaltung, dem "Salon des Refusés" (Salon der Zurückgewiesenen), kommt. Die Darstellung dieser Situation von Kunst und Gesellschaft ist dem kanadischen Autor beinahe romanhaft gelungen, aber historisch fundiert und viel Hintergrundwissen vermittelnd. - Empfehlenswert.

Lothar Altmann

Lothar Altmann

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Zum Frühstück ins Freie

Zum Frühstück ins Freie

Ross King
Knaus (2007)

543, [8] S. : Ill. (z.T. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 270742
ISBN 978-3-8135-0194-0
9783813501940
ca. 24,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ku
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