Big

Lizzy wird meist Dizzy genannt, weil sie sich oft so fühlt: Alles dreht sich, sie muss sich auf einen Punkt konzentrieren, um wieder klar zu sehen. Es fällt ihr schwer, "nein" zu sagen oder auch sonst Entscheidungen zu Big treffen und auszudrücken, was sie möchte. Aufgrund ihrer Behinderung besucht sie eine Sonderschule. In ihrem Dorf will niemand mit ihr spielen. Doch eines Tages zieht Big in ihre Gegend und nimmt sie von Anfang an ernst. Das ist eine neue Erfahrung und Lizzy will diese Freundschaft auf keinen Fall verlieren, auch wenn oft Dinge passieren, die ihr Angst machen, v.a. wenn Big sie auffordert, familiäre Normen zu übertreten. Eines Abends lässt Lizzy sich überreden, bei der Freundin zu schlafen und gemeinsam gelingt es den Mädchen, ein paar Jungen aus dem Dorf in einem Tunnel einzuschließen. Lizzy ist darüber sehr unglücklich. Sie möchte die Kinder herausholen, schafft es aber nicht, sich gegen Big zu wehren. Die Autorin lässt das Mädchen im Nachhinein erzählen, so wie sie das Erlebte der Polizei schildert, denn Big hat nicht nur harmlose Scherze gemacht. Ein Buch, das nachdenklich macht, ohne Bewertungen vorzunehmen. Lesenswert. (Übers.: Monica Barendrecht u. Thomas Charpey)

Lili Aignesberger

Lili Aignesberger

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Big

Big

Mireille Geus
Urachhaus (2008)

107 S.
fest geb.

MedienNr.: 270336
ISBN 978-3-8251-7561-0
9783825175610
ca. 13,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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