Sing, Luna, sing

Als die Deutschen 1940 das Warschauer Ghetto errichten und die gesamte jüdische Bevölkerung isolieren, ist Luna gerade 15 Jahre alt. Sie hat sich bereits daran gewöhnt, dass das Leben der Juden in vielen Alltagsdingen eingeschränkt Sing, Luna, sing ist, doch die zunehmend sich verschlechternden Lebensbedingungen im Ghetto mag ihr Vater nicht mehr hinnehmen und schließt sich dem Widerstand an. Als Lunas Brüder gemeinsam mit Janusz Korczak deportiert werden, verstummt ihre wunderbare Stimme, mit der sie oft Licht in den bedrückenden Alltag bringt. Erst die Liebe wird sie wieder zum Klingen bringen und Luna als Einzige ihrer Familie das Leben retten. - Der französischen Autorin, die bereits einige Biografien über deutsche Komponisten veröffentlicht hat, gelingt es in ihrem berührenden Roman, ohne Schwarzweiß-Malerei ein anschauliches Bild vom Leiden im Warschauer Ghetto bis zu dessen endgültiger Räumung zu zeigen. Dabei setzt sie mit Luna und ihrer Begabung zum Singen einen Hoffnungsschimmer in das Dunkel dieser Zeit und zeigt Wege auf, auch angesichts des fortwährenden Grauens die Hoffnung nicht aufzugeben. - Als anschauliches Zeitzeugnis sehr empfohlen!

Beate Mainka

Beate Mainka

rezensiert für den Borromäusverein.

Sing, Luna, sing

Sing, Luna, sing

Paule du Bouchet
Urachhaus (2010)

208 S.
fest geb.

MedienNr.: 335960
ISBN 978-3-8251-7684-6
9783825176846
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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