Opa sagt, ich bin sein Glückskind

Jeden Mittwoch besuchen die etwa 9-jährige Fanny und ihr kleiner Bruder Theo die geliebten Großeltern. Doch dann passiert das Unfassbare, die Großmutter stirbt und der Großvater verliert seinen ganzen Lebenswillen. Er spricht nicht Opa sagt, ich bin sein Glückskind mehr, ist völlig lethargisch und auf fremde Hilfe angewiesen. Die Mutter, alleinerziehend und berufstätig kann sich nicht um ihren Vater kümmern, so wird beschlossen, den alten Mann in ein Pflegeheim zu geben. Für Fanny ist der Gedanke, dass ihr geliebter Opa in einen "Kindergarten für Erwachsene" kommt, unerträglich und sie ersinnt einen mutigen Plan, um dem Großvater das Pflegeheim zu ersparen. Sie versteckt ihn in einem Eisenbahnwaggon, in dem bereits der Obdachlose Bobbel wohnt. Gemeinsam mit ihm, Fannys bestem Freund Ludwig und der Babysitterin Yasmina, kann Fanny ihren Großvater für eine Weile verstecken. Doch das Mädchen trägt schwer an den Schuldgefühlen der Mutter gegenüber sowie an der großen Verantwortung. Als die Polizei eingeschaltet wird, spitzt sich die Situation zu, doch glücklicherweise zeigt der Großvater erste Anzeichen der Besserung. - Das in Frankreich mit dem "Prix Chronos" ausgezeichnete Buch ist ein wunderbares Beispiel für das Miteinander der Generationen. Warmherzig und mit viel Sympathie für seine Heldin wird hier von der mutigen Entscheidung Fannys erzählt, ihren Großvater vor dem Pflegeheim zu bewahren um ihm ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Das auch sprachlich überzeugende Buch kann sehr empfohlen werden und lädt sicherlich zu Gesprächen zwischen Kindern und Vermittlern ein.

Ann Christine Schröer

Ann Christine Schröer

rezensiert für den Borromäusverein.

Opa sagt, ich bin sein Glückskind

Opa sagt, ich bin sein Glückskind

Claire Clément
Bloomsbury (2010)

105 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 326464
ISBN 978-3-8270-5252-0
9783827052520
ca. 12,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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