Das Glücksbüro

Albert Glück liebt seine Arbeit im Verwaltungsamt. Hier kennt er jeden Winkel, weiß, wie die anderen Kollegen ticken, wer wann was macht und kennt jeden möglichen Antrag aus dem FF - bis eines Tages der Antrag E 45 auf seinem Schreibtisch Das Glücksbüro landet. E 45? Albert kann damit nichts anfangen und ist schließlich verzweifelt genug, Kontakt mit der Person hinter dem Antrag aufzunehmen. Auf diese Weise lernt er Anna kennen, die ihm erstmals zeigt, dass jeder Antrag auch ein Gesicht und eine Geschichte hat und es noch ein Leben außerhalb des Amtes gibt. Langsam beginnt Albert aufzutauen und aus seinem strikten Regelwerk auszubrechen, bis ihn ein lang gehegtes Geheimnis plötzlich einholt ... - Warmherzig, amüsant und bildhaft erzählt der Roman von dem verstockten Leben eines Mannes, der sich beinah schon zwanghaft an ein Leben klammert, das sich auf emotionslose Routineaufgaben und klare Regeln beschränkt. Nur sehr zögerlich verlässt der sympathisch gezeichnete, leicht schrullige Protagonist seine Komfortzone und lädt den Leser ein, ihn dabei zu begleiten, wie er sich, angetrieben von plötzlichen Gefühlen, ohne dabei kitschig zu werden, in die Welt und das bunte Leben hinauswagt, das sie für jeden bereithält. Empfehlenswert.

Sonja Schmid

Sonja Schmid

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Glücksbüro

Das Glücksbüro

Andreas Izquierdo
DuMont (2013)

DuMont ; 6225
268 S.
kt.

MedienNr.: 376273
ISBN 978-3-8321-6225-2
9783832162252
ca. 11,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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