Hamburger Hochbahn

Erzählt wird die historisch mehrfach gebrochene Geschichte des in einem Hamburger Büro angestellten Architekten Thomas Schwarz, der seine Frau zu einer Gastprofessur nach St. Louis/USA begleitet. Während sie künstlerisch kreativ Hamburger Hochbahn ist, fängt er an, seine Erinnerungen zu schreiben: die Jugendjahre in den späten Siebzigern, der Fall der Mauer Ende der Achtziger. Zusammen mit seinem Freund Claes Philip Osterkamp, einem Unternehmersohn, studiert er Architektur; beide gehen nach Hamburg, um Karriere zu machen. Claes Philip avanciert zum Stichwortgeber der Grün-Alternativen nach 1989 und wird in der Hansestadt jemand, an dem städtebaulich nichts vorbeiläuft. Thomas, inzwischen Büro-Manager, hat die Bildhauerin Elise geheiratet. In St. Louis nun denkt er über sein Leben nach. Er will etwas Neues beginnen und willigt ein, eine Professur für "architectural management" anzunehmen. Zieglers Erzählhaltung ist berichtend, nicht wertend. Der Leser folgt Thomas' persönlicher Entwicklung und seiner Beziehung zu Elise vor dem Hintergrund der Entwicklung städtebaulicher Ideen der siebziger Jahre bis heute. Anspruchsvollen Lesern empfohlen.

Heinz Georg Engler

Heinz Georg Engler

rezensiert für den Borromäusverein.

Hamburger Hochbahn

Hamburger Hochbahn

Ulf Erdmann Ziegler
Wallstein (2007)

329 S.
fest geb.

MedienNr.: 270019
ISBN 978-3-8353-0096-5
9783835300965
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: