Frauen und keine Fräulein

Getrieben von der Idee, Frauen und Mädchen Bildung zu ermöglichen, scheute Mary Ward (1585-1645) zusammen mit ein paar Freundinnen keinen Weg und keine Mühen, wobei sie immer wieder harte Rückschläge einstecken musste. Mary Ward Frauen und keine Fräulein gründete eine Ordensgemeinschaft, in der sie nach dem Vorbild des Ignatius von Loyola nach der Regel der Gesellschaft Jesu lebten. Erst nach harten Auseinandersetzungen erfolgte deren Anerkennung und seit 2004 führt der Orden den Namen Congregatio Jesu. Das Buch " Frauen und keine Fräulein" will mit dem Titel schon aussagen, dass die etwas antiquiert anmutende Bezeichnung "Englische Fräulein" wenig von der Entschlossenheit und dem Selbstbewusstsein der Ordensmitglieder aussagt. Verschiedene Frauen kommen zu Wort und erzählen von ihren Beweggründen, einem Orden und speziell diesem beizutreten, von der Geschichte der Maria-Ward-Schwestern und ihren Anliegen, ihrer Lebensaufgabe, Mädchen zu erziehen und Benachteiligte zu unterstützen. So verschieden wie diese Frauen sind auch die Beiträge, und so ergibt sich ein buntes, informatives und berührendes Bild, das Einblick in eine in unserer Gesellschaft von Vergessenheit bedrohte Lebensform gibt.

Christine Vornehm

Christine Vornehm

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Frauen und keine Fräulein

Frauen und keine Fräulein

Cosima Kiesner ... (Hg.)
Topos plus (2009)

Topos-Taschenbücher ; 697
175 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 324055
ISBN 978-3-8367-0697-1
9783836706971
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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