Flutlicht

Bei der Tsunami-Katastrophe am 26.12.2004 im Indischen Ozean war auch Sri Lanka mit über 32.000 Toten stark betroffen. Der Autor erfährt in langen Gesprächen mit Julius t`Hart, einem Betroffenen der Flutwelle, dessen Geschichte Flutlicht am Weihnachtstag vor 12 Jahren. Diese persönlichen Eindrücke hat er zu einer fiktiven Geschichte um den Protagonisten Pieter niedergeschrieben, der nach dem Abitur ein Jahr Freiwilligendienst in einer Einrichtung für behinderte Kinder auf Sri Lanka absolviert. Das Jahr ist geschafft und Pieter und sein Freund John genießen gemeinsam mit zwei schwedischen Backpackerinnen sonnenreiche Weihnachtstage am Strand, bis die Flutwelle ohne Vorwarnung über sie hereinbricht. Die beiden jungen Männer und auch Elin, eine der Schwedinnen, überleben. Ihre Freundin Isabel wird später unter den Toten identifiziert. Im Alltag von Amsterdam holt der Ich-Erzähler Pieter in der Rückschau nach vielen Jahren das traumatische Erlebnis Stück für Stück an die Oberfläche. Seine Sehnsucht nach Elin, seine Sprachlosigkeit und sein Bemühen, den Alltag zu bewältigen, sind dabei zentrale Punkte. Und am Ende der Geschichte steht ein Treffen mit Elin, das eine Überraschung bereithält und zarte Zukunftshoffnung aufkommen läßt. Eine wirklich überzeugende Geschichte, die in den Niederlanden 2015 mit dem "Goldenen Bilderrahmen" ausgezeichnet wurde. Sehr lesenswert! (Übers.: Rolf Erdorf)

Karin Steinfeld-Bartelt

Karin Steinfeld-Bartelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Flutlicht

Flutlicht

Gideon Samson ; Julius 't Hart
Gerstenberg (2016)

170 S.
fest geb.

MedienNr.: 586935
ISBN 978-3-8369-5896-7
9783836958967
ca. 12,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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