Die tun nicht nichts, die liegen da und wachsen

"Meine Kinder (Tochter und Sohn) waren gnädiger mit mir als ich mit meinen Eltern. Danke", schreibt die Autorin, die Psychologin und Erziehungsberaterin ist, im Vorwort dieses Buches, das kein Ratgeber sein will, denn "Ratschläge Die tun nicht nichts, die liegen da und wachsen sind auch Schläge", weil sie oft nicht passen. Stattdessen setzt sie auf Erfahrungsberichte der Eltern pubertierender Kinder und Berichte aus der eigenen Praxis. Wie sich dabei zeigt, ist die Pubertät wohl die schwierigste Zeit im Leben, denn "Ablösung geht über Auseinandersetzung". Schlecht sind die drei roten V: Verhöre, Vorträge, Vorwürfe, besser die drei grünen V: Verstehen, Vertrauen und Vorbild sein. Wichtig ist es, sich an die eigene Pubertät zu erinnern, locker zu lassen, aber Halt zu geben. So kann die Pubertät in gegenseitigem Respekt bewältigt werden. Für viele Eltern dürfte das Buch ein richtiges "Trostbuch" sein, denn letztlich gilt: "Irgendwie haben wir sie ja alle überlebt, die Pubertät." - Ein erfrischendes Buch, bei dem man manchmal sogar schmunzeln muss, wenn man zurückdenkt. Allen Büchereien sehr zu empfehlen.

Michael Mücke

Michael Mücke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die tun nicht nichts, die liegen da und wachsen

Die tun nicht nichts, die liegen da und wachsen

Elisabeth Raffauf
Patmos-Verl. (2018)

192 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 880221
ISBN 978-3-8436-1019-3
9783843610193
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pä
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