Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

Weil niemand mehr Briefe schreibt, soll das Postamt im kleinen spanischen Porvenir geschlossen werden - eine Hiobsbotschaft für die alleinerziehende Postbeamtin Sara, die aus ihrem geliebten Heimatdorf in eine größere Stadt versetzt Der schönste Grund, Briefe zu schreiben werden soll. Ihre mütterliche Freundin Rosa ersinnt einen heimlichen Plan, mit dem sie das Unheil abwenden will. Sie schreibt einen Brief an ihre Jugendfreundin Luisa, mit der sie sich vor Jahrzehnten entzweite. Die Bitte um Verzeihung, aber auch darum, ihrerseits einen Brief an einen Dorfbewohner zu schreiben, verhallt nicht ungehört. Zwar ist Luisa bereits verstorben, aber ihre Enkelin Alma wohnt seit kurzem im Haus ihrer Familie und ist so berührt vom Inhalt der unerwarteten Nachricht, dass sie die Briefkette gerne fortsetzt. Ihre Adressatin ist eine von ihr hoch verehrte amerikanische Schriftstellerin, die in Porvenir zur Ruhe kommen will, und auch diese bringt eine Botschaft auf den Postweg. Plötzlich werden also wieder Briefe geschrieben, und Sara weiß kaum, wie ihr geschieht, bis sie selbst Post erhält. - Der Roman erzählt eine bezaubernde Geschichte über eine vielleicht bald schon vergessene Form der Kommunikation, aber auch die Liebe und andere große Gefühle kommen nicht zu kurz. Der Wechsel zwischen der Brief- und der erzählenden Form macht Lust, selbst wieder einmal ein paar Zeilen an einen lieben Menschen zu schreiben, und auch darauf, in den vielen Briefromanen zu schmökern, aus denen die Autorin zitiert. Für alle Büchereien. (Übers.: Anja Rüdiger)

Susanne Steufmehl

Susanne Steufmehl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

Ángeles Doñate
Thiele (2016)

397 S.
fest geb.

MedienNr.: 817381
ISBN 978-3-85179-341-3
9783851793413
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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