Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne

Lew und Swetlana lernen sich 1935 an der Universität in Moskau kennen. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, dennoch werden die beiden ein Paar. Als Deutschland den Krieg gegen Russland eröffnet, meldet sich Lew freiwillig zum Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne Militärdienst. Es bricht eine Odyssee an, die ihn über verschiedene Lager in die russische Gefangenschaft führt. Er wird der Spionage für die Deutschen verdächtigt und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Die Strafe wird in eine zehnjährige Haftstrafe im Arbeitslager Petschora umgewandelt, wo er im März 1946 eintrifft. Es gelingt ihm, Briefkontakt zu Swetlanas Familie aufzunehmen und es beginnt ein regelmäßiger Briefkontakt zwischen den Liebenden, deren Liebe acht Jahren Gefangenschaft standhält. Unter Lebensgefahr begibt sich Swetlana mehrmals zu Lew in das weit entfernte Lager im Norden Russlands. 1954 wird Lew endlich entlassen und kann zu seiner Sweta zurückkehren. Romanähnlich, unterbrochen von Briefzitaten der Liebenden, erzählt Orlando Figes das Leben der Protagonisten, deren gegenseitige Briefe Einblick in ihre seelische Verfassung, aber auch in das Lagerleben und den Moskauer Alltag gewähren. Stephan Benson liest den erzählerischen Part sowie Lews Briefe eindringlich und intensiv, Maria Schrader gibt Swetlana eine einfühlsame Stimme und macht ihre Gefühle hörbar. So ist eine aufwühlende, empfehlenswerte Lesung entstanden. Ein Booklet mit Fotos und weiteren Erläuterungen des Autors ergänzt das empfehlenswerte Hörbuch.

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne

Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne

Orlando Figes. Mit Maria Schrader ...
Audio-Verl. (2012)

5 CDs
CD

MedienNr.: 572860
ISBN 978-3-86231-211-5
9783862312115
ca. 24,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi, Ge
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