Ein gerader Weg

Diese Darstellung des Lebens von Fritz Gerlich ist nicht das Ergebnis neuer Forschungen, sie fußt auf den Büchern vor allem von R. Morsey und O. Dallera. Der Verfasser beschreibt die verschiedenen Abschnitte dieses aufregenden und Ein gerader Weg aufsehenerregenden Lebens von der Kindheit in Stettin, seinen Studienjahren, seiner Tätigkeit im Archivdienst, seinem Karrieresprung zum Chefredakteur der Münchner Neuesten Nachrichten, seine vielseitige publizistische Tätigkeit, seine Konversion zur katholischen Kirche, seine enge Verbindung zum Kreis um die stigmatisierte Resl von Konnersreuth und seine Herausgabe einer eigenen Wochenzeitung, die schließlich "Der gerade Weg" hieß und deren erklärtes Ziel es war, kompromisslos Hitler und den Nationalsozialismus zu bekämpfen. Nach der sogenannten Machtergreifung Anfang 1933 fand das Wirken Gerlichs ein abruptes Ende. Er wurde gefoltert, eingesperrt und 1934 im KZ Dachau ermordet. Gerlich opferte sein Leben für seine christliche Überzeugung. Er war ein Mensch, der provozierte, auch nicht frei war von Fehlern, die Angriffsflächen boten. - Schade, dass der Verfasser völlig unnötig auf Seite 114 anmerken zu müssen meint, die Geister in der heutigen BRD seien "dämonisch kontaminiert". Davon abgesehen ist dieses Buch, das leicht verständlich geschrieben ist, zum ersten Kennenlernen von Gerlich geeignet.

Hans Niedermayer

Hans Niedermayer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ein gerader Weg

Ein gerader Weg

Stefan Meetschen
Fe-Medienverl. (2015)

176 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 807416
ISBN 978-3-86357-134-4
9783863571344
ca. 12,80 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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