Echo

Die Eltern haben Gesa beauftragt, auf der Klassenfahrt an die polnische Ostsee auf den etwas jüngeren Tom aufzupassen. Zuerst begeistert dieser Gedanke die Jugendlichen überhaupt nicht, denn niemand will in diesem Alter kontrolliert Echo werden oder für Jüngere verantwortlich sein, aber dann entwickelt sich doch eine bedeutende Freundschaft zwischen den beiden. Sie sind bei der gleichen Familie untergebracht und verbringen dadurch mehr Zeit miteinander. Tom ist Gitarrist in der Schulband und experimentiert besonders mit dem Klang seiner E-Gitarre und dem Echo, das er lange nachklingen lässt. Er hält Berührungen durch andere nur schwer aus, sucht aber gleichzeitig die Nähe einiger Menschen. Nach der Rückkehr bleibt das unstete Band zwischen Gesa und Tom erhalten, auch wenn sich ihre Wege völlig anders entwickeln. - Ohne auf Nebensächlichkeiten Rücksicht zu nehmen, lässt der Autor der undramatischen Geschichte ihren Lauf. All die Gefühle, Spannungen und Zweifel stehen zwischen den Zeilen. Es kommt zu Nähe und Distanz, Verstehen und Missverständnissen, Ungewissheiten im Umgang, verzweifeltem Suchen und tragischem Wiedersehen. Vieles davon ist aufgezeichnet auf den kurzen Texten der Postkarten, die Tom aus der ganzen Welt an Gesa schickt, und die immer auf die anfängliche Polenfahrt der beiden Jugendlichen verweisen.

Lili Aignesberger

Lili Aignesberger

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Echo

Echo

Jan Christophersen
Mare (2014)

237 S.
fest geb.

MedienNr.: 399262
ISBN 978-3-86648-204-3
9783866482043
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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