Klara vergessen

Der gebürtige Russe Juri lebt als Ornithologe zusammen mit seinem Mann in den USA. Zu seiner Heimat und dem brutalen Vater Rubin hat er seit 20 Jahren keinen Kontakt. Als ihn jedoch die Nachricht erreicht, dass sein Vater im Sterben Klara vergessen liegt und ihn sehen möchte, reist er nach Russland. Am Sterbebett bittet sein Vater ihn um einen Gefallen: Er soll sich auf die Suche nach seiner Großmutter Klara machen. Als Rubin vier Jahre alt war, wurde sie verhaftet und kam nie wieder. Rubin durfte über seine Mutter nicht mehr sprechen. Jetzt will er wissen, was damals geschah. - Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt - Juris, Klaras und Rubins. Mitreißend, gefühlvoll, nimmt die Autorin die Leser/-innen mit in eine russische Familiengeschichte mit all ihren Höhen und noch mehr Tiefen. Spannend und berührend bis zum Schluss. - Isabelle Autissier hat nicht nur als erste Frau allein im Rahmen einer Regatta die Welt umsegelt, sondern sie kann auch hervorragend schreiben. Ein Lob auch an die Übersetzerin Kirsten Gleinig!

Tanja Bergold

Tanja Bergold

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Klara vergessen

Klara vergessen

Isabelle Autissier ; aus dem Französischen von Kirsten Gleinig
mare (2020)

304 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 943136
ISBN 978-3-86648-627-0
9783866486270
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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