Enigma Emmy Göring

"Süß wie Schokolade" ist sie, sagt sie, denn ihr Vater war Schokoladenfabrikant... In diesem Hörspielmonolog kommt Emmy Göring selbst zu Wort, die an der Seite Adolf Hitlers, Gustav Gründgens und natürlich ihres Mannes Enigma Emmy Göring Hermann Göring lebte. Der Monolog einer Schauspielerin, die ihre Karriere der Repräsentation im Zentrum der Macht geopfert hat. Und doch ist es ein absurdes, verworrenes Bild, das sich vor dem Hörer entfaltet - ziellos, planlos verlaufen die Gedankenstränge, doch vielleicht ist es diese Heiterkeit, die einem den Atem stocken lässt... Irm Hermann inszeniert dieses als "Hörspiel des Jahres 2006" von der Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnete Hörstück. Ihre unbedarfte, quirlige Stimme lässt sofort das Bild der 1930er Jahre erscheinen, auch wenn es schwer fällt, ihrer hohen, singenden Stimme über längere Zeit zu folgen. Ein Hörstück, das durchaus Kontroversen zu wecken vermag. Aufgrund der speziellen Thematik jedoch lediglich als Bestandsergänzung größerer Bestände geeignet.

Sebastian Loth

Sebastian Loth

rezensiert für den Borromäusverein.

Enigma Emmy Göring

Enigma Emmy Göring

Werner Fritsch. Mit Irm Hermann. Regie: Werner Fritsch. Musik: Mark Polscher
Der HörVerl. (2008)

1 CD (ca. 54 Min.)
CD

MedienNr.: 562451
ISBN 978-3-86717-307-0
9783867173070
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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