Friedhofstraße 43 - Gespenster gibt es doch

Der Autor der berühmten Kinderbuchreihe "Die Geisterbezwinger" will in der Abgeschiedenheit einer alten Villa seine Schreibblockade überwinden. Im Mietvertrag hat er aber übersehen, dass er für den elfjährigen Sohn der Hausbesitzer verantwortlich Friedhofstraße 43 - Gespenster gibt es doch ist. So machen sich die beiden erst einmal gegenseitig das Leben schwer und auch Olivia, vor 97 Jahren verstorbene Hausbewohnerin und verhinderte Schriftstellerin, mischt kräftig mit. Nach heftigen Briefwechseln zwischen Immobilienmaklerin, Anwalt, Verlegerin sowie Zeitungsartikeln und Überwachungsberichten findet sich für die drei Hausbewohner ein gedeihliches Miteinander. - Klischeemäßig wird aus dem Vollen geschöpft, von den Personennamen bis zur missgelaunten Bibliothekarin wird keine Plattitüde ausgelassen und doch ist eine äußerst unterhaltsame Geschichte entstanden. Was im Buch Typographie und graphische Umsetzung der diversen Schriftstücke bewirken, müssen hier die Stimmen und eine dezente Geräuschkulisse bewerkstelligen (Kennen heutige Kinder überhaupt noch klassisches Schreibmaschinengeklapper?), denn die gesamte Handlung wird über Briefe, Notizzettel und Zeitungsartikel entwickelt. Dabei kommen Witz und Spannung gleichermaßen zur Geltung. - Gerne empfohlene Unterhaltung für alle Büchereien.

Astrid Frey

Astrid Frey

rezensiert für den Borromäusverein.

Friedhofstraße 43 - Gespenster gibt es doch

Friedhofstraße 43 - Gespenster gibt es doch

Kate Klise ... Gelesen von Rolf Becker ... [Regie: Rainer Gussek]
Audiolino (2012)

Friedhofstraße 43 ; 1
2 CD (ca. 122 Min.)
CD

MedienNr.: 571178
ISBN 978-3-86737-132-2
9783867371322
ca. 14,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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