Sophie Scholl

Zu Beginn der Herrschaft Hitlers gehörten Sophie Scholl und ihre Geschwister noch zu denen, die an eine bessere Zukunft durch die Nationalsozialisten glaubten. Sie trat sogar freiwillig dem BDM (Bund deutscher Mädchen) bei, erkannte Sophie Scholl aber immer mehr Indizien für die verbrecherischen Absichten des Regimes. Ihre Erziehung zu freiem Denken trug viel dazu bei. Und sie ihrerseits beeinflusste ihren Freund Fritz Hartnagel. Der zog als überzeugter Anhänger soldatischer Tugenden in den Krieg und erlebte ebenfalls die Diskrepanz zwischen seinen Idealen und der grausamen Wirklichkeit. Als authentisches Zeugnis wird immer wieder aus dem Briefwechsel zwischen den beiden zitiert und die Geschehnisse grafisch nachempfunden. Dabei erlebt der Leser den Wandel von einem unbekümmerten und unerschrockenen jungen Mädchen zu einer jungen Frau, die für ihre Überzeugung bereit ist, in den Tod zu gehen. Sophie Scholl lebt in ihren Briefen und Tagebucheinträgen noch immer weiter, ihr Name steht vor allem bei Schulen für den Anspruch, ihre Ideale weiterzutragen. Schon aus diesem Grund kann dieser Band empfohlen werden, um besonders jungen Menschen Leben und Gedanken der Widerstandskämpferin nahe zu bringen.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Borromäusverein.

Sophie Scholl

Sophie Scholl

Ill. von Ingrid Sabisch. Szenario: Heiner Lünstedt
Knesebeck (2015)

53 S. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 582911
ISBN 978-3-86873-807-0
9783868738070
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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