Die Lüge der digitalen Bildung

Kinder kommen schon sehr früh mit digitalen Medien in Berührung. Anhand zahlreicher Beispiele beantworten die Autoren viele Fragen dazu, wie man Kinder richtig auf die digitale Welt vorbereitet, vor allem auch, ab welchem Alter welche Die Lüge der digitalen Bildung Nutzung angebracht ist und was Bildungsinstitutionen und Pädagogen dazu beitragen sollten. Die Autoren zeigen sehr eindeutig, warum es nicht sinnvoll oder gar schädlich ist, wenn Kinder zu früh und zu intensiv mit digitalen Medien in Berührung kommen und dass es besser ist, zuerst einmal das reale Leben mit Purzelbäumen und Fangen, bei Ausflügen in den Wald oder in die Berge zu erfahren. Oder wie viel wichtiger die Förderung der direkten Face-to-Face-Kommunikation mit anderen Kindern für das Sozialverhalten ist als Sozialkontakte über Facebook. Untermauert werden die Thesen der Autoren durch gut zu den aufgeführten Beispielen passende Erläuterungen der Neurobiologin Prof. Gertraud Teuchert-Noodt über die kognitive Entwicklung von Kindern. - Die Autoren präsentieren gut strukturiert und dank einfacher Sprache gut lesbar eine kritische, aber (trotz des provokanten Titels) nicht einseitig digitalfeindliche Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema. Sie machen klar, dass es bei der digitalen Bildung vor allem auf den Menschen ankommt und nicht nur auf die dahinterstehende Technik. Das Buch ist sehr empfehlenswert für Eltern, Lehrer und Erzieher, ist aber auch interessant für alle anderen, die sich darüber wundern, wie viel Unfug in einer technikgläubigen Welt im Umgang mit den digitalen Medien bei Kindern betrieben wird.

Günther Freund

Günther Freund

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Lüge der digitalen Bildung

Die Lüge der digitalen Bildung

Gerald Lembke ; Ingo Leipner
Redline-Verl.

255 S.
fest geb.

MedienNr.: 889020
ISBN 978-3-86881-697-6
9783868816976
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pä, Ps
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