Nichts ist jemals vollendet

Avi Primor - für seine Verdienste um Verständigung, insbesondere zwischen dem jüdischen und deutschen Volk, vielfach ausgezeichnet - erzählt in seiner Autobiografie ausführlich und verständlich die wichtigsten Etappen seines Nichts ist jemals vollendet privaten wie beruflichen Lebens. Schon sehr früh reift in ihm, 1935 in Tel Aviv geboren, der Entschluss, die Diplomatenlaufbahn im Auswärtigen Dienst anzustreben, um "für das Überleben des Staates Israel zu kämpfen". Seine Erlebnisse in Schulzeit, Militärdienst, Studium im In- und Ausland zeichnen ihn als überzeugten Zionisten mit einem kritischen Deutschlandbild, das sich jedoch im Zuge der in Deutschland einsetzenden Aufarbeitung der NS-Vergangenheit grundsätzlich wandelt. Seine Erinnerungen an die wichtigsten Stationen seiner Laufbahn (u.a. Afrika, Asien, Paris, Brüssel, Bonn, Berlin) zeigen ihn zum einen als Brückenbauer, der auf ehrlichen Dialog als Mittel zur Vertrauensbildung zwischen den Staaten setzt, sowie als kritischen, sorgenvollen Beobachter der israelischen Politik, für den der Fortbestand Israels nur durch den Frieden mit seinen Nachbarn garantiert ist, zum anderen als Mensch und Familienvater mit Zweifeln und Fragen, und das nicht nur beim frühen Tod seiner ersten Frau. Das Buch schließt mit Primors Rede zum Volkstrauertag 2014. - Für geschichtlich interessierte Leser!

Inge Hagen

Inge Hagen

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Nichts ist jemals vollendet

Nichts ist jemals vollendet

Avi Primor
Quadriga (2015)

431, [16] S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 788064
ISBN 978-3-86995-077-8
9783869950778
ca. 22,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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